Mehrere Arbeitszimmer

Zum Abzug von Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, welches von beiden Ehegatten für ihre jeweilige berufliche bzw. betriebliche Tätigkeit genutzt wird, hat das Finanzgericht Münster mit Urteil vom 15.03.2016 entschieden (Az.: 11 K 2425/13 E,G). Dabei hat es eine Halbierung des gesetzlich festgelegten Höchstbetrages von 1.250 Euro vorgenommen. U. a. begründete das FG so, dass die Aufwendungen grds. nur bis zum Höchstbetrag von 1.250 Euro abzugsfähig sind, aber eine Halbierung vorgenommen werden muss, da sich der Kläger das Arbeitszimmer mit seiner Ehefrau teilt. Weiterhin sei die Abzugsbeschränkung objekt- und nicht personenbezogen. Revision wurde im Hinblick auf die Revisionsverfahren VIII R 15/15 und VI R 86/13 zugelassen.

Außendienstmitarbeiter – regelmäßige Arbeitsstätte

Gem. dem FG Münster mit Urteil vom 17.02.2016, 11 K 3235/14 E, stellt der Betriebssitz eines Außendienstmitarbeiters dessen regelmäßige Arbeitsstätte dar, wenn er diesen arbeitstäglich aufsucht und von dort mit einem Firmenfahrzeug die Einsatzorte anfährt. Demzufolge sind die Fahrtkosten nur in Höhe der Entfernungspauschale abzugsfähig. Im vorliegenden Fall ging es um das Veranlagungsjahr 2013. Das Finanzgericht hat die Klage abgewiesen, das Urteil ist nicht rechtskräftig, Revision beim BFH wurde zur Fortbildung des Rechts zugelassen. U.a. war die Begründung, dass der Kläger sich, genau wie seine im Büro tätigen Kollegen, auf die täglichen Fahrten zur Betriebsstätte einrichten konnte. Die neuere Rechtsprechung ist insofern für Fälle wie den Streitfall zu modifizieren.