Neue Abgabefristen ab 2018

Neue Abgabefristen

Bisher musste bei Pflichtveranlagung jede Einkommensteuererklärung bis zum 31.05 des Folgejahres beim Finanzamt eingegangen sein. Bei Vertretung durch einen Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater verlängerte sich die Frist bis zum 31.12.

Für Einkommensteuererklärungen ab 2018 gilt jetzt als Abgabefrist der 31.07. und bei steuerlicher Vertretung 29.02. des darauffolgenden Jahres.

+++Verschärfung beim Verspätungszuschlag+++

Ist die Steuererklärung ab 2018 erst nach den festgelegten Fristen eingegangen muss das Finanzamt – ohne Ermessen – einen Verspätungszuschlag festsetzen und zwar unabhängig ob sich eine Erstattung oder Nachzahlung ergibt.

Abgabefrist der Steuererklärungen 2017

Abgabefrist Steuererklärung
Abgabefrist Steuererklärung

Die Abgabe der Steuererklärungen für den Zeitraum 2017 muss bis zum 31.05.2018 erfolgen. Die Finanzverwaltung teilt außerdem mit, dass Fristverlängerungen bis zum 31.12.2018 allgemein für Steuerpflichtige erteilt gilt, die steuerlich beraten werden. Für Land- und Forstwirte gelten jeweils verlängerte Abgabefristen um zwei Monate. Das Finanzamt ist jederzeit in der Lage, Vorabanforderungen vorzunehmen (z.B bei hohen Nachzahlungsbeträgen). (https://pixabay.com/)


Einspruchsbearbeitung 2015

Die Daten zur Einspruchsbearbeitung für das Jahr 2015 in den Finanzämtern wurden seitens des BMF in einer Statistik zusammengestellt. Der zufolge gingen im Laufe des Jahres 2015 knapp 3,5 Mio. Einsprüche in den Finanzämtern ein. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 0,3 % weniger. Erledigt wurden im Jahr 2015 durch die Finanzämter ca. 3,8 Mio. Einsprüche, rund 2,9 Mio. unerledigte Einsprüche waren noch aus 2014 übrig. Somit sind am 31.12.2015 fast 2,6 Mio. Einsprüche nicht erledigt. Darin enthalten sind 1,3 Mio. Verfahren, die verfahrensrechtlich ausgesetzt sind oder ruhen und daher von den Finanzämtern nicht abschließend bearbeitet werden konnten. Die Statistik kann auf der Homepage des BMF eingesehen werden.

Steuerbescheide – Tempocheck 2016

Wie lange dauert es, bis eine Steuererklärung in den Finanzämtern bearbeitet wird? Dieser Frage ist der Bund der Steuerzahler bei seinem Check nachgegangen und ist dabei zu unterschiedlichen Ergebnissen gekommen. Im Wesentlichen hängt die Bearbeitungszeit vom Wohnort ab, denn hier hat der BdSt herausgefunden, dass je nach Bundesland die durch-schnittlichen Bearbeitungszeiten zwischen fünf Wochen und sechs Monaten schwanken. Lt. dem BdSt darf es aber nicht vom Wohnort abhängig sein, wie schnell Bürger ihren Steuerbescheid erhalten. Bspw. erhielten Arbeitnehmer in Hamburg den Steuerbescheid in 38 Tagen, während die Bürger in NRW mitunter sechs Monate auf den Steuerbescheid warten. Der Präsident des BdSt stellt klar, dass die Finanzverwaltung mehr Service versprochen hatte und dies nun auch einhalt en soll. Bearbeitungszeiten für eine Steuererklärung von 10 Tagen wären optimal.

Fehler bei Elster

Der BFH hat in seinen Urteilen zu Fehlern unter Verwendung von Elster Stellung bezogen. Danach handelt der Steuerpflichtige auch dann regelmäßig grob fahrlässig, wenn er die dem elektronischen ElsterFormular beigefügten Erläuterungen zur Einkommensteuerklärung unbeachtet lässt. Das ist allerdings nur dann ein Problem, wenn die Erläuterungen für einen steuerlichen Laien ausreichend verständlich, klar und eindeutig sind. Allein der Umstand, dass die mit ElsterFormular abgegebene elektronische Einkommensteuererklärung keinen vollständigen Ausdruck der Steuererklärungsformulare liefert, lässt eine grobe Fahrlässigkeit nicht entfalten. Der BFH hat mit diesen Urteilen zum Ausdruck gebracht, dass fehlende Angaben in den Steuererklärungen regelmäßig nicht mehr zugunsten des Steuerpflichtigen korrigi ert werden können, wenn die Abgabe im elektronischen Verfahren der Finanzverwaltung erfolgt. Im Einzelfall ist jedoch abzuwägen, ob im Sachverhalt eine ausreichende Erläuterung für den Normalverbraucher gegeben ist.