Startschuss für Baukindergeld hat begonnen – Jetzt beantragen!

 

Baukindergeld

Sie haben in diesem Jahr ein eigenes Zuhause für Ihre Familie gekauft oder gebaut? Oder haben es bald vor? Dann können Sie vom Baukindergeld profitieren. Das Baukindergeld ist ein staatlicher Zuschuss, den Sie nicht zurückzahlen müssen.

Wer hat Anspruch auf Baukindergeld?

> Familien mit Kindern und Alleinerziehende,

> die in Ihrem Haushalt lebenden Kinder sind unter 18 Jahren, für die Sie oder Ihr Partner Kindergeld erhalten,

> mit einem Haushaltseinkommen von max. 90.000 Euro bei einem Kind plus 15.000 Euro für jedes weitere Kind,

> Sie haben frühestens am 01.01.2018 den Kaufvertrag unterzeichnet oder die Baugenehmigung erhalten,

> für den Bau oder Kauf der eigenen vier Wände.

Wie hoch ist das Baukindergeld?

12.000 Euro Zuschuss pro Kind (10 Jahre lang je 1.200 Euro)

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Spekulationssteuer bei Arbeitszimmer

Spekulationsgewinn

Mit Urteil vom 20.03.2018 hat das FG Köln entschieden, dass der Gewinn aus dem Verkauf von selbstgenutzten Wohneigentum auch dann in vollem Umfang steuerfrei bleibt, wenn zuvor Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer abgesetzt wurden. Es vertrat dabei die Auffassung, dass ein häusliches Arbeitszimmer nicht zu einer anteiligen Besteuerung des Veräußerungsgewinnes führe. Es sei in den privaten Wohnbereich integriert und stelle kein selbständiges Wirtschaftsgut dar. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Revision ist beim BFH unter dem Az. IX R 11/18 anhängig. (https://pixabay.com/)

Aktuelle Rechtslage: Erschließungsbeiträge für den Straßenausbau als Handwerkerleistung absetzen

Neues Klageverfahren sorgt für Hoffnung bei Hauseigentümern. Ein Ehepaar aus Brandenburg will das mit einer Klage beim dortigen Finanzgericht (FG) erreichen. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat mitgeteilt, dass er die Klage unterstützt.

Hier den kompletten Sachverhalt nachlesen. (https://pixabay.com/)

Erschließungskosten


Praxis-Tipp: Betroffene Hauseigentümer sollten die Erschließungsbeiträge für den Straßenbau auch dann in der Einkommensteuererklärung angeben, wenn der Ausbau von der Gemeinde durchgeführt wird. Werden die Kosten nicht akzeptiert, dann legen Sie Einspruch ein und beantragen Sie das Ruhen des Verfahrens. Zur Begründung können Sie verweisen auf

  • die Musterklage des BdSt mit dem Az. 3 K 3130/17 und
  • den beim BFH anhängigen Musterprozess (Az. VI R 18/16)

Haushaltsnahe Handwerkerleistungen

Eine Steuerermäßigung kann in Betracht kommen, für Aufwendungen für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungsmaßnahmen u.a. die tarifliche Einkommensteuer ermäßigt sich dahingehend auf Antrag um 20%, aber höchstens um 1.200 EUR der Aufwendungen. Das FG Münster hat mit Urteil vom 06.04.2016 (Az.: 13 K 136/15 E) entschieden, dass Versicherungsleistungen den Ermäßigungsbetrag mindern. Im Urteilsfall erstattete die Versicherung die entstandenen Handwerkerkosten, die Klägerin setzte jedoch diese Kosten in der Steuererklärung an. Das FG Münster wies die Klage ab, denn eine wirtschaftliche Belastung der Klägerin lag nicht vor, da die Versicherung den Schaden erstattet habe. Auch durch die gezahlten Versicherungsbeiträge entstand keine solche Belastung, da durch diese Beiträge n icht die Versicherungsleistung angespart werde.
 

Erhaltungsaufwendungen Rechtsnachfolger

Wurden durch einen Nießbraucher größere Erhaltungsaufwendungen über mehrere Jahre verteilt (§ 82 b EStDV) und wird der Nießbrauch innerhalb des Verteilungszeitraumes beendet, dann kann durch den Eigentümer der verbliebene Teil der Aufwendungen nicht als Werbungskosten geltend gemacht werden. So urteilte das Finanzgericht Münster vom 15.04.2016, 4 K 422/15 E. Im Urteilsfall wurde der Nießbrauch zwischen Mutter und Tochter vorzeitig aufgehoben, so dass die Tochter Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung erzielte. Diese machte den von der Mutter noch nicht in Anspruch genommenen Teil des Erhaltungsaufwandes als Werbungskosten geltend. Dies wurde abgelehnt. Das Finanzgericht hat die Klage abgewiesen, das Urteil ist nicht rechtskräftig und Revision zum BFH wurde zugelassen. Es fehlt an einer R echtsgrundlage für den von der Klägerin geltend gemachten Werbungskostenabzug, denn eine ausdrückliche Regelung für die Überleitung von verteiltem Erhaltungsaufwand auf einen Einzelrechtsnachfolger existiert nicht.